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Mein Kraftort


Wo der Himmel die Erde berührt

Es gibt Orte, die etwas ganz besonderes haben. Manche Orte sind geschichtlich interessant, mit anderen verbindet uns eine persönliche Geschichte. Und es gibt Orte mit einer Anziehungskraft, welche sich kaum erklären lässt: Von manchen geht Trost und Ruhe aus, an anderen können wir auftanken und neue Energie gewinnen.

Hier erzählen Menschen aus Belp und Umgebung über ihr Innehalten und verraten ihre Orte, an denen sie den Alltag hinter sich lassen können. An denen sie Momente erleben, wo der Himmel die Erde berührt.

Welcher ist Ihr persönlicher Kraftort?

Caterina Heiniger, Sozialdiakonische Mitarbeiterin



Wenn ich meine Ruhe haben will, dann setze ich mich an die Nähmaschine.
Ich flicke die Kleider meiner Grosskinder und zwar so, dass es eben nicht geflickt aussieht.
Ich mache Applikationen, trenne Teile von alten Kleidern heraus und nähe sie in Mustern und Bildern wieder auf. Das ist eine kreative Herausforderung, macht mir Freude und schenkt mir Befriedigung.
Vor der Nähmaschine bin ich für mich und höre nur das Geräusch des Motors. Die Konzentration auf die Arbeit tut mir gut und der Trubel des Alltags rückt ein wenig in den Hintergrund.
Manchmal setzte ich mich für einen Moment auf den Stuhl vor der Nähmaschine - auch ohne zu nähen und ordne ein wenig meine Gedanken. Auch wenn ich traurig bin, setzte ich mich dorthin. Das hilft mir. Dort bekomme ich Kraft. Dort fühle ich mich geerdet.
Ich sehe zum Fenster hinaus in die Natur und in die Bergwelt. Mein Blick geht auch auf eine grosse Stechpalme. In ihrem satten Grün verstecken sich viele Vögel. Diesen kleinen Kreaturen zuzuschauen fasziniert mich.
Der Ort bedeutet mir viel, ich weiss auch nicht genau, warum das so ist. Aber als wir in das neu umgebaute Stöckli hätten umziehen können, habe ich mich geweigert. Ich wusste: Mein Platz vor der Nähmaschine hätte mir gefehlt. Er ist über viele Jahre hinweg eine Art Begleiter geworden, der sich nicht einfach so ersetzen lässt. Kein anderer Platz im Haus hat diese Bedeutung für mich.

Elisabeth Eyer



Gutenbrünnen bei Toffen
Gutenbrünnen liegt in einem landschaftlich sehr ansprechenden Waldgebiet. Man steht am Fusse von grossen Sandstein-Felswände oder bewegt sich in steilem Gelände.
Historisch ist dieser Ort interessant, sollen doch der Sage nach die ersten Mönche vom Kloster Rüeggisberg vor dessen Fertigstellung dort im Pfaffenloch gehaust haben.
Für mich ist ein Kraftort vor allem dann einer, wenn die Natur unmittelbar vor Ort spürbar ist. In seiner Stille, seiner Beschaulichkeit und der spürbaren Langsamkeit liegt eine ganz eigene Dynamik.
In erster Linie hat mich mein Hobby nach Gutenbrünnen gebracht: Die Ornithologie (Vogelkunde). Seit Jahren sind dort z.B. Wanderfalken ansässig und im Winter kann man den seltenen Mauerläufer beobachten. Als ich das erste Mal dort auf der Lauer nach dem Mauerläufer lag, wurde meine Geduld arg strapaziert. Ich habe zwei oder drei Stunden gewartet, ohne dass etwas passierte. Dann, als ich fast aufgeben und das Fernrohr einpacken wollte, entdeckte ich plötzlich das schmucke Tier! Auch heute noch bekomme ich unweigerlich Gänsehaut, wenn ich das Glück habe, einen dieser raren Vögel zu sehen.
Die Ungewissheit überhaupt etwas zu entdecken, macht für mich den Reiz dieses Ortes aus. Eine beglückende Beobachtung lässt sich nicht erzwingen. Meist stellt sie sich ein, wenn ich mich ohne Erwartungen und unbefangen dorthin begebe. Das schaffe ich aber nicht immer. Wohl kann ich hier stimmungsvolle Momente erleben, aber eben ohne Garantie. Die Mischung aus Erwartung und Erfüllung gefällt mir.
In der Regel gehe ich allein dorthin. Was mich an diesem Ort fasziniert und was ich dort empfinde, ist nicht jedem vermittelbar. Das ist auch gut so. So habe ich den Ort „ein wenig für mich“! Wer einmal dorthin gehen möchte, dem empfehle ich, besonders aufmerksam zu sein. Hörst du den Felsen? Riechst du die Bäume? Und dann geh ein zweites Mal dorthin. Der Ort verändert sich. Er lebt. In jeder Jahreszeit hat er eine andere Prägung. Im Herbst ist er vielleicht bedrohlich, mystisch und nebelig. Im Winter ist alles klar, still und licht. Im Frühling wird alles lebendig, und es riecht nach Bärlauch. So ein Ort bekommt noch mehr Bedeutung, wenn man ihn immer wieder besucht und seine Veränderungen wahrnimmt. Er bekommt so Konturen und Profil.
Ich habe eine Beziehung zu diesem Ort aufgebaut Eine Fernbeziehung! Von Zeit zu Zeit gehe ich dorthin und vergleiche mein verinnerlichtes Bild mit der Realität.
An diesem Kraftort kann ich loslassen. Wenn ich da bin, dann bin ich ganz bei mir. In Gutenbrünnen kann ich einen kleinen Splitter von Gottes grosser Schaffenskraft erkennen.

Markus Mosimann, Lehrer, Belp
Das Interview führte M. Schönberger



Mein Kraftort ist bei mir daheim auf der Terrasse.
Hier habe ich einen wunderbaren Blick auf die Berge, auf Stockhorn und Gantrisch. Egal wie ich morgens aufwache, wenn ich aufstehe und die Berge sehe, die so schön von der Sonne beleuchtet sind, dann bekomme ich sofort gute Laune.
Hier auf meiner Terrasse kann ich gut meinen Gedanken nachgehen und sogar ein bisschen philosophieren, ganz für mich allein. Ich geniesse die Ruhe und den Natureindruck. Zwar wohnen wir mitten im Dorf, ganz zentral, aber trotzdem kann ich hier den Kuhglocken und den Vögeln lauschen.
Mein Kraftort steht mir immer zu Verfügung und ich nutze ihn oft. Für mich ist wichtig, dass es daheim gemütlich ist. Hier draussen habe ich meine Blumen und bin im Grünen. Hier kann ich mich zurückziehen und einfach so sein wie ich bin. Beruflich stehe ich viel in der Öffentlichkeit. Meine Arbeit gefällt mir und wenn es gut läuft gibt auch sie mir Kraft. Ich bin gern mit Menschen zusammen, arbeite gern im Team. Aber ich brauche auch Zeiten für mich. Es kommt darauf an, zwischen beidem die Balance zu finden.
Ich lade auch gern Leute zu mir ein, Familie, Freunde, Kolleginnen und Kollegen.
Deshalb ist es immer mein Wunsch gewesen viel Platz zu haben. Es darf nicht zu eng sein. Ich brauche ein bisschen Auslauf und Geräumigkeit.
Wir pflegen gern ein offenes Haus, jetzt wo wir nicht mehr so strickt Familienleben und Arbeitsleben trennen müssen, wie wir es als junge Familie getan haben. Heute kann ich beides gut kombinieren und auch mal Arbeit mit nach Hause nehmen. Aber wichtig ist, dass ich immer souverän entscheiden kann, wann Zeit für was ist: Wann ich Ruhe brauche, und wann ich Geselligkeit möchte; wann ich öffentlich bin und wann rein privat.
Hier entscheide ich wer wann Zutritt hat. Hier habe ich alle Freiheit.
Meine Terrasse ist mein Kraftort mitten im Alltag.

Fabienne Bachmann, Gemeinderätin, Belp
Das Interview führte Michaela Schönberger



„Egg“ auf dem Belpberg:
Von meiner neuen Wohnung aus kann ich diesen schönen Ort sehen. Das hat mich neugierig gemacht. Eines Tages habe ich die Karte genommen und gesucht, wie ich dorthin komme. Ich mag diesen Ort, weil er so ursprünglich ist. Er liegt abseits von den üblichen Wanderwegen, deshalb ist er nicht so abgenutzt wie andere Ausflugsziele. Das Ursprüngliche, Alte zieht mich an. Das "Guggerzyt" aus meines Vaters Jugendjahren oder die handbetriebene Kaffeemühle, so etwas habe ich gern. Auch Geige und Bratsche, meine wichtigsten Musikinstrumente, haben ihre ursprüngliche Form seit Jahrhunderten beibehalten. Die Wurzeln einer Sache sind mir nahe und geben Halt für das Neue, das daraus entsteht. Ich bin selber gerne gut verwurzelt, deshalb ist mir das Zügeln nach Belp erst nicht so leicht gefallen.
Meine Mutter zeigte mir im Buch Jeremia einen Vers, der für mich sehr gut das Besondere an der "Egg" beschreibt: „So spricht der Herr: Stellt euch an die Wege und schaut, und fragt nach den uralten Pfaden, welches denn der Weg des Guten sei, und nehmt ihn und findet einen Ruheplatz für euch.“ (Jer. 6,16).
Dort oben auf dem Belpberg ist es sehr ruhig, man hört nur die Stimmen der Vögel und die eigenen Schritte. Von dort hat man einen herrlichen Blick in die Weite, hinunter auf Belp. Denn das brauche ich neben den Wurzeln auch: Die Weite. Ich habe diese beiden Gegensätze in mir. Von dort oben sieht alles klein und überschaubar aus. Aus der Distanz kann ich den Überblick über die Dinge zurückgewinnen und sie neu ordnen. Das gibt mir Ruhe und Gelassenheit.
In der Schule in Uettligen habe ich noch gelernt, dass der Belpberg ein Reliktberg ist. Er hat sogar die Eiszeit überdauert und ist immer noch da, wie ein starker Fels in der Brandung. Auch dieser Gedanke schafft eine angenehme Distanz zu meinem Alltag.
Für mich ist auch der Weg dorthin wichtig. Es ist nicht dasselbe, ob man aus dem Auto steigt und dort ist, oder ob man die 1,5 Stunden dorthin den Berg hinaufwandert. Das ist bereits ein Teil der Erholung und des Genusses. Dieser Ort im Zusammenhang mit der Bewegung ist für mich ein Kraftort.

Barbara König, Musikerin in Belp


Portraits Männerkochkurs


„Jetzt im Frühling gehe ich fast jeden Tag in den Garten und schaue, ob die Kamelie schon Blüten bildet. Die Natur ist mir wichtig, ich kann, wenn ich allein unterwegs bin, lange stehen bleiben und Tiere beobachten.“

„Ja, es ist schön, am Morgen noch ein wenig im Bett liegen zu bleiben und den Vögeln zuzuhören. Oder ein gutes Buch zu lesen. Da kann ich mich gut erholen und abschalten.
Wenn ich mich erholen will, dann nehme ich mein Auto, fahre nach Erlach und gehe auf den See mit meinem Böötli. Ich schaue, ob ich einen Fisch fangen kann. Aber wenn das nicht klappt, dann rege ich mich nicht auf. Ich wechsle vielleicht noch den Standort oder gehe halt mit einem Kollegen Kaffee trinken.“

„Für mich ist es auch das Wasser, welches mich anzieht. Als ich noch berufstätig war, habe ich oft in der Mittagspause ein Picknick an der Aare gemacht, bin geschwommen, habe dem fliessenden Wasser zugeschaut.“ „Das mache ich jetzt noch. Ich gehe mit dem Bus zum Flughafen und dann an die Aare zum schwimmen oder laufen.“

„Mir ist es wichtig mich bewegen zu können. Ich gehe regelmässig ins Fitnesstraining weil ich Langstrecken Velo fahre. Ich mache ab und zu grosse Touren und wenn ich da nicht gut trainiert bin, dann ist das Velofahren keine Erholung mehr.“

„Körperliche Anstrengung ist eine Form von Erholung. Einerseits wird das Gehirn durchlüftet, die Gedanken können schweifen, andererseits kann man stolz sein auf das Geleistete. Und nachts schläft man erst noch viel besser!“

„Bewegung ist schon wichtig, aber nicht immer das Gleiche. Ich wechsle gerne ab: mal nehme ich den Töff, mal gehe ich wandern, mal Velo oder Ski fahren. Aber alles nicht zu lange. So eine ganze Woche Töff fahren ist viel zu langweilig.“

„Unterwegs sein ist ja gut und recht. Aber das Schönste ist doch das Nachhausekommen. Mein altgewohntes Umfeld wird mir mit den Jahren immer lieber. Da ist es, wo ich mich wohl fühle. Und Zeit haben, das ist auch wichtig. Zeit, für das, was einem wichtig ist, Zeit für Musse, für die Grosskinder, welche ich sehr geniessen kann.“

Männer, Männerkochkurs, Belp

Mein Kraftort ist die Aare.
Auf der Seite von Muri gibt es eine Stelle, eine grosse Grünfläche, mit viel Platz zum Sitzen,
wo es mich hinzieht.

Seit 17 Jahren bin ich in Belp und ich bin immer viel an der Aare spazieren gegangen. Aber immer flussaufwärts, gegen den Strom. Vor ungefähr 5 Jahren ist mir das aufgefallen und ich habe gemerkt, dass das nicht mehr passt. Jetzt gehe ich mit dem Strom mit. Das hat viel mit mir selbst zu tun. Früher habe ich oft gekämpft, mit mir und mit meiner Vergangenheit, meiner Jugend. Heute habe ich meinen Frieden gefunden mit all dem. Jetzt kann ich gelassen mit dem Fluss gehen und das Wasser fliessen lassen, einfach loslassen.

Ich betrachte das als ein grosses Geschenk, dass ich die Vergangenheit jetzt ruhen lassen kann und all das Schwierige verarbeiten konnte. Es ist nicht weg, aber ich muss nicht mehr dagegen ankämpfen. Ich habe dabei viel Hilfe im Glauben an Jesus gespürt. Aber auch meine eigene Familie trägt mich jetzt, mein Mann hat mir viel den Rücken gestärkt und mich unterstützt, das ist ein riesiger Schatz. Jetzt kann ich mich auch tragen lassen. Am Fluss spüre ich diese Geborgenheit und Gelassenheit. Angst, dass der Fluss oder das Leben mich irgendwohin trägt, wo ich nicht hin will, habe ich nie gehabt. Ich habe Vertrauen ins Leben und kann deshalb auch mal ein Risiko eingehen. Auch als ich aus Holland in die Schweiz gegangen bin hat mich dieses Vertrauen begleitet.

Wasser war schon immer wichtig für mich. Ich könnte nicht an einem Ort Leben, wo kein Wasser durchfliesst. Ich bin am Wasser aufgewachsen und früher wollte ich sogar Matrosin werden. Wenn ich an der Aare entlanggehe weiss ich, in 1-2 Wochen ist dieses Wasser in Holland.

Für mich ist es wichtig, dass ich genug Zeit und Ruhe habe, wenn ich an diesen Ort gehe. Nur wenn ich daheim alles fertig habe und mich nichts drängt gehe ich dorthin und gönne mir dort eine Auszeit. Die Gedanken brauchen Zeit und Raum, um fliessen zu können. Deshalb bin ich auch gern allein dort. Nur der Hund darf mich begleiten, der begreift das. Dieser Ort ist wie für mich geschaffen.

Els Etter, Pflegefachfrau, Belp


„Die Verbindung von Bewegung und Natur ist für mich mein Kraftort. Ich bin ein Bewegungsnarr- irgendwo draussen auf einem Stuhl sitzen und schöne Blumen bestaunen ist nicht das, was ich brauche. Natürlich habe ich die Augen offen für die Wunder der Natur. Ich gehe gerne immer wieder an den gleichen Ort, beobachte, wie sich ein Busch im Laufe der Jahreszeiten verändert, wie er Laub bekommt, blüht, die Blätter verliert oder mit Raureif und Eiszapfen verziert ist. Aber ich brauche immer auch die Bewegung - beim Wandern, Bergsteigen, Skitouren machen.

Als Kind war ich eher klein und schwächlich. Das hat mich gelehrt ehrgeizig zu sein und doppelt so viel zu leisten wie andere. Anerkennung habe ich stets durch gute Leistung erfahren. Ich musste schon als Kind auf unserem Bauernbetrieb anpacken helfen, meiner Mutter in der Küche und im Garten helfen.
In meiner Funktion als Bankdirektor der Bank Belp waren damals Pflichtbewusstsein und Verantwortungsgefühl gross geschrieben. Ich habe auch als Privatperson, zum Beispiel in einer kollegialen Runde in der Beiz, immer drauf achten müssen, was ich erzähle. Schliesslich habe ich viele vertrauliche Informationen über diverse Leute in Belp gehabt, welche andere nur zu gerne erfahren hätten. Zudem war ich in vielen Vereinen ehrenamtlich tätig.
Ich war immer eine Art öffentliche Person und deswegen war und ist mir das Unterwegssein in der Natur als Ausgleich so wichtig. Da kann ich mich selber sein, mich entspannen, die Gedanken schweifen lassen. Es ist, als ob sich ein innerer Druck entladen kann. Das geschieht ganz von selber. Indem ich mich bewege - ich laufe immer zügig, mit einem sportlichen Ehrgeiz - treten die Sorgen und Lasten des Alltags in den Hintergrund. Es gibt nur noch mich, meinen Körper und die Schönheiten der Natur.
Heute nehme ich es ruhiger als früher. Die Zeiten der grossen Skitouren, Bergwanderungen oder Trekking auf den Kilimandscharo sind vorbei. Aber noch immer zieht es mich ins Freie. Wenn ich zwei Stunden frei habe, gehe ich lieber auf den Chutzen als dass ich gemütlich ein Buch lese. Lesen kann ich später immer noch.“

Max Schüpbach, ehem. Bankdirektor, Belp


Portraits 8. Klässler


„Der Ort an dem ich auftanken kann ist mein eigenes Zimmer.
Dorthin gehe ich, wenn mir alles zu viel wird, wenn ich keine Lust mehr auf den Rest der Welt habe.
In diesem Raum kann ich einfach für mich sein, das kann ich sonst nirgends bei mir zu Hause. Hier stört mich niemand.

Wenn ich nachdenken will ist dieser Raum lebenswichtig!
Hier kann ich mich einfach gehen lassen und mal in Ruhe nachdenken. Ich gehe dorthin wenn ich z.B. Streit habe mit meiner Mutter oder wenn ich traurig bin.
Ich habe ihn selbst eingerichtet, mit Sachen, die mir wichtig sind. Ich habe dort eine kleine Ecke, da steht etwas von einem guten Freund und nachts scheint der Mond zum Fenster rein.

Ich teile mein Zimmer höchstens mit meiner besten Freundin.
Wenn ich könnte würde ich mein Zimmer neu einrichten, mit Möbeln ganz nach meinem Geschmack, z.B. hätte ich gern ein riesiges, weiches Bett.“

Achtelerinnen Belp


„Mein Atelier hinter der Kirche ist der Ort, wo ich meinen Augleich finde. Dorthin ziehe ich mich zurück, wenn ich Ruhe brauche. Der Ort ist „Schärme“ für mich.
In meinem Atelier bin ich allein, es stört mich niemand, es ist ein Raum für mich ganz allein.
Das Atelier ist ein altes Ofehüsi, ein kleines altes Haus mit dicken Mauern und einer schweren Holztüre. Es wurde früher sogar als Gebeinhaus benutzt. Drei Schubkarren voller Knochen habe ich damals hinaus transportiert, bevor ich mit dem Ausbau anfangen konnte! Jetzt sind die Knochen auf dem Friedhof, so wie es sich gehört.
Man sieht noch immer viel altes Handwerk, gute Zimmermannskunst im Ofehüsi. Das Haus ist alt, ich spüre seine Geschichte, wenn ich da bin. Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Schon von Anfang an gefiel mir das Ofehüsi und das hat sich über die Jahre verstärkt.
Den Innenausbau habe ich selber gemacht. Isolation, Anstrich, Einrichtung- alles. Jetzt ist das hier wirklich mein Ort und ich bin froh, dass ich ihn nicht teilen muss. Gerne bastle oder flicke ich etwas. Arbeit gibt es immer und es macht mir nichts aus drinnen zu sein. Besonders wenn das Wetter schlecht ist. Arbeit im Ofehüsi ist für mich Erholung. Ich kann nicht gut ruhig sitzen und nichts tun.
Hierhin kann ich mich zurück ziehen. Wenn von mir etwas verlangt wird, mit dem ich nicht einverstanden bin, dann gehe ich in mein Atelier und denke nach. Das hilft meistens, aber auch nicht immer...“

Martin Loosli, pens. Sigrist in Belp.


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